Wer sind die Naturfreunde?
Naturfreunde sind neugierig.
Und was noch gefährlicher ist, sie sind sogar
wissensdurstig.
Sie wollen genau wissen, "WAS hinter den Bergen
haust", WER und WIE und möglicherweise sogar noch WIESO.
Deshalb sind sie auch fast ständig
unterwegs. Selbst bei schlechtem Wetter. Wobei
festzustellen ist, dass sie von Petrus und
Kachelmann meist gefördert werden, was von anderen
Stellen bisher nicht erfolgte.
Naturfreunde sind
unbequem, sie fragen.
Sie fragen, wieso es eigentlich im Polenztal so viel
Märzenbecher gibt, weshalb Mühlsteine besonders hart sein mußten
und wie arm diese Freimauerer von Weesenstein waren.
Sie spitzen die Ohren, um Vogelstimmen zu erkennen
und kriechen in engen Höhlen herum. Ein sehr neugieriges Volk,
diese Naturfreunde. Interessieren sich für wertvolle Pflanzen im
Erzgebirge und beginnen Orchideen zu schützen, lassen sich vom
Förster die Probleme des Waldes erklären und pflanzen neue Bäume.
Sie machen Strömungsversuche und entrümpeln Bäche, suchen nach
Biberburgen und setzen sich energisch für "Blaue Flüsse in Europa"
ein.
Sie jagen lautlos
mit ihren Kameras, um anderen zu zeigen, was wichtig und
schützenswert ist.
Und - sie interessieren sich schon
eine ganze Weile für das trockenste und
bürokratischste der Welt, für Grundbücher.
Es geht da um Häuser, die offen sein sollen für alle
Leute gleichen Schlages und einmal ihr Eigentum waren, denn
neuerdings (und das ist der Gipfel) werden diese
Menschen sogar schwarz auf weiß beweisen, dass es in Dresden
bereits vor 90 Jahren ihren Verein gegeben habe. (woanders
sogar schon seit
1895!)
Warten wir’s ab, wie sie das
anstellen.
Die Naturfreunde, das wird hier unumwunden
festgestellt, fallen überall auf und sollten in
nächster Zeit weiter beobachtet und vor allem
beachtet werden.
Wele
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